

Die Wikipedia-Story. Biografie eines Weltwunders
Niemand wurde zum Milliardär, Werbung gibt es nicht und doch gehört Wikipedia zu den Top 10 aller Websites. Die Enzyklopädie ist weltweit ein Synonym für Wissen - und sie konnte sich gegen Konkurrenten von Brockhaus bis Google durchsetzen. Ihre Entwicklung in Deutschland nahm auf ganz besondere Weise Fahrt auf.
Wikipedia ist soziales Experiment, bedeutendes Instrument der Freiheit und gleichzeitig geschlossene Gesellschaft. Und Pavel Richter, Wikipedianer der ersten Stunde, der fünf Jahre in Berlin die Geschäfte hinter dem Wissensriesen führte, ist dessen Biograf. Er erzählt eine Geschichte voller faszinierender Begebenheiten und auch von einigen Skandalen, Fehlern, Fakes und legendären Editierkriegen. Wikipedia ist eines der spannendsten Kulturphänomene unserer Zeit. Hier kommt das Buch dazu.

Herausgekommen ist ein anschaulicher, in vielen Aspekten durchaus interessanter Blick in den Wikipedia-Maschinenraum. Über 230 Seiten gibt Pavel Richter den geduldig-sachverständigen Erklärer, der dem Publikum die Funktionsweise von und auch die Ereignisse rund um Wikipedia erläutert.
Das Buch ist sachlich geschrieben, enthält viele Fakten und Beispiele aus Wikipedia, wird aber erst so richtig authentisch und interessant durch den Autor selbst. Und zwar, weil man ihm wirklich abnimmt, den Laden zu kennen und durch ihn das Gefühl bekommt, einem Insider zu lauschen.
Kenntnisreich schildert Richter auch die Geschichte der Enzyklopädien an sich - von Plinius dem Älteren bis heute.
Pavel Richter hat seine Liebe zur größten Enzyklopädie der Welt verschriftlicht. Das Buch ist ein gelungener Blick zurück und ein unterhaltsamer Einstieg in das Wikipedia-Universum.
